10 Fakten über Sardinien, die man vielleicht nicht kennt
Ein paar Wissenshäppchen für den nächsten Small Talk am Strand – oder einfach, um die Insel noch etwas besser kennenzulernen.
- 1. Zweitgrösste Insel des Mittelmeers. Nur Sizilien ist grösser – Sardinien misst rund 24.000 km² und ist damit deutlich grösser, als viele erwarten.
- 2. Über 7.000 Nuraghen. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine vergleichbare Dichte bronzezeitlicher Steintürme (mehr dazu in unserem Nuraghen-Artikel).
- 3. Eine eigene Sprache, kein Dialekt. Sardisch gilt unter Sprachwissenschaftlern als eigenständige, besonders konservative romanische Sprache.
- 4. Die Barbagia ist eine "Blue Zone". Die Bergregion im Landesinneren gehört zu den wenigen Orten weltweit mit aussergewöhnlich vielen Hundertjährigen – Gegenstand zahlreicher Langlebigkeitsstudien (mehr dazu in unserem eigenen Artikel zur Blue Zone Barbagia).
- 5. UNESCO-Kulturerbe zum Zuhören. Der mehrstimmige "Cantu a Tenore" aus der Barbagia steht seit 2005 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.
- 6. Sand, der eigentlich Quarz ist. Am Strand Is Arutas an der Sinis-Halbinsel besteht der "Sand" aus winzigen, reiskorn-förmigen Quarzkörnern statt aus gewöhnlichem Sand.
- 7. Eine 65 Kilometer lange Prozession. Die Sant'Efisio-Prozession in Cagliari geht auf ein Gelübde von 1652 zurück und zählt zu den längsten religiösen Umzügen Italiens.
- 8. Ein eigenes kleines "Königreich". Die Insel Tavolara vor San Teodoro wurde im 19. Jahrhundert der Überlieferung nach zum unabhängigen Königreich erklärt – eine bis heute gern erzählte Anekdote.
- 9. Autonome Region mit Sonderstatut. Seit 1948 ist Sardinien eine von fünf italienischen Regionen mit besonderer Autonomie und eigenen Gesetzgebungskompetenzen.
- 10. Uralte, ungepfropfte Weinreben. Im Sulcis im Südwesten wachsen manche Carignano-Rebstöcke auf sandigen Böden, die die Reblaus nie befallen konnte – einige zählen zu den ältesten Rebanlagen Europas.
Am Ende sind es oft die kleinen, unerwarteten Details, die eine Insel wie Sardinien vom reinen Badeziel zu einem Ort mit echter Geschichte machen.