Wandern auf Sardinien: Die schönsten Routen
Sardinien ist weit mehr als Strand: Das Bergmassiv Supramonte im Osten der Insel gehört zu den eindrücklichsten und wildesten Wandergebieten Italiens.
Selvaggio Blu – die "wilde Blaue"
Der Selvaggio Blu gilt als anspruchsvollster Weitwanderweg Italiens: rund 40 bis 50 Kilometer entlang der Steilküste des Golfo di Orosei, mit Abseilpassagen, Kletterstellen und weglosem Gelände. Mehrtägig, nur mit Bergführer und entsprechender Ausrüstung zu empfehlen – nichts für spontane Tagesausflüge.
Tiscali – das versteckte Bergdorf
Deutlich zugänglicher, aber nicht weniger eindrücklich: der Aufstieg zum nuragischen Dorf Tiscali, das sich in einer Doline (einem eingestürzten Höhlensystem) mitten im Berg verbirgt. Start ist meist im Valle di Lanaitto oder ab Su Gologone, die Tour dauert je nach Route rund drei bis fünf Stunden hin und zurück. Warum das Dorf so versteckt liegt und wie alt es wirklich ist, erfahrt ihr in unserem eigenen Artikel zu Tiscali.
Gola Su Gorropu – die tiefe Schlucht
Eine der tiefsten Schluchten Europas, mit bis zu 400 Meter hohen, senkrechten Felswänden. Der Zugang von der Zufahrtsstrasse aus ist auch für weniger geübte Wanderer machbar; wer tiefer in die Schlucht vordringen will, sollte sich vor Ort nach aktuellen Bedingungen erkundigen.
Punta La Marmora – der höchste Punkt
Mit 1.834 Metern die höchste Erhebung Sardiniens, im Gennargentu-Massiv im Landesinneren. Die Besteigung ist konditionell fordernd, technisch aber unkompliziert – eine gute Wahl für alle, die einmal den ganzen Blick über die Insel geniessen möchten.