Orgosolo: Das Dorf der Wandmalereien
In einem Bergdorf der Barbagia, einst vor allem für seine Banditen bekannt, entstand ab Ende der 1960er-Jahre eine der eindrücklichsten politischen Wandmalerei-Traditionen Italiens.
Der Ursprung: Protest gegen eine Militärbasis
1969 wehrten sich die Bewohner von Orgosolo erfolgreich gegen die Umwandlung ihrer Gemeindeweiden in ein militärisches Übungsgelände bei Pratobello. Aus diesem Protest entstand das erste politische Wandbild des Dorfes.
Wie die Tradition wuchs
Ab 1975 begann der aus der Toskana stammende Kunstlehrer Francesco Del Casino gemeinsam mit seinen Schülern, weitere Wände zu bemalen – anlässlich des 30. Jahrestags der Befreiung Italiens. Seither kamen kontinuierlich neue Werke lokaler und internationaler Künstler hinzu.
Für wen geeignet
Ein guter Zwischenstopp für alle, die den Supramonte oder das Landesinnere der Barbagia besuchen und Interesse an politischer Geschichte und Streetart abseits der Küstenorte haben.