Gairo Vecchio: Das viermal überflutete Geisterdorf
In der Region Ogliastra liegt eines der eindrücklichsten Geisterdörfer Sardiniens – ein Ort, der gleich vier grosse Erdrutsche überstehen musste, bevor er endgültig aufgegeben wurde.
Eine Lage von Anfang an ungünstig
Gairo Vecchio wurde am Hang des Trunconi-Hügels erbaut – ein Standort, der sich schon bald als instabil erwies. Zwischen 1880 und 1951 sorgten wiederholte Erdrutsche für einstürzende und absinkende Häuser.
Der entscheidende Erdrutsch von 1951
Nach mehreren Tagen heftigen Regens kam es 1951 zum bislang schwersten und letzten grossen Erdrutsch. Danach war ein Leben im alten Dorf nicht mehr möglich, die verbliebenen Bewohner verliessen den Ort in den folgenden Jahren endgültig.
Besuch heute
Die Ruinen von Gairo Vecchio sind frei zugänglich und lassen sich zu Fuss erkunden – ein stiller, ungewöhnlicher Kontrast zu den belebten Küstenorten der Insel, gut kombinierbar mit einem Ausflug in den nahen Supramonte.