Sardinien im Herbst: Fähre oder Flug, Genua oder Livorno?
Der Herbst ist eine der schönsten Reisezeiten für Sardinien – ruhiger, günstiger und angenehm mild. Bei der Anreise gibt es dann aber ein paar zusätzliche Dinge zu bedenken, die im Hochsommer keine Rolle spielen.
Wellengang: Ist die Fähre im Herbst noch angenehm?
Im September und Anfang Oktober unterscheidet sich die Überfahrt kaum vom Sommer. Ab Mitte/Ende Oktober steigt im Tyrrhenischen Meer die Wahrscheinlichkeit für Herbststürme spürbar, was zu spürbarem Wellengang und in selteneren Fällen auch zu Verspätungen oder Umdispositionen führen kann. Die grossen Autofähren stecken normalen Seegang problemlos weg – unangenehm wird es vor allem für Personen, die grundsätzlich zu Seekrankheit neigen.
Fähre oder Flug im Herbst?
Beide Optionen haben in der Nebensaison ihre Berechtigung:
- Flug – meist die schnellere und in der Nebensaison oft auch die günstigere Variante, wetterunabhängiger. Nachteil: kein eigenes Auto, begrenztes Gepäck.
- Fähre – unverzichtbar, wenn das eigene Auto oder Wohnmobil mitkommen soll, und für viele auch entspannter als Fliegen. Im Herbst reduzieren die Reedereien aber die Frequenzen gegenüber dem Sommerfahrplan spürbar – frühzeitig prüfen, ob die gewünschte Verbindung an dem Tag überhaupt fährt.
Genua oder Livorno – von wo aus?
Beide Häfen sind gute Startpunkte, unterscheiden sich aber je nach Route:
- Genua – meist die kürzere Anfahrt aus Deutschland und der Schweiz, gut ans Autobahnnetz angebunden.
- Livorno – attraktiv, wenn ohnehin ein Zwischenstopp in der Toskana geplant ist, etwas weiter südlich gelegen.
Eine ausführlichere Gegenüberstellung inklusive Fahrzeiten gibt es im Artikel Fährhäfen im Vergleich.