Mit Moby Aki und Moby Orli nach Sardinien
Auf der Nachtroute Genua–Olbia setzt Moby Lines unter anderem die Schiffe Moby Aki und Moby Orli ein – zwei Fähren, die auf den ersten Blick ähnlich wirken, aber eine sehr unterschiedliche Geschichte haben.
Die Route: Genua–Olbia über Nacht
Beide Schiffe verkehren auf der saisonalen Nachtroute zwischen Genua und Olbia, mit täglichen Abfahrten in der Hauptsaison. Die Überfahrt dauert rund 10 bis 11 Stunden: Abfahrt meist am späten Abend, Ankunft am frühen Morgen – ein klassischer Fall für die Nachtfähre mit Kabine (mehr dazu in unserem Vergleich Tag- vs. Nachtfähre).
Moby Aki: die modernere der beiden
Die Moby Aki ist rund 175 Meter lang und bietet Platz für über 2.000 Passagiere sowie etwa 750 Fahrzeuge, verteilt auf mehrere Autodecks. An Bord warten rund 320 klimatisierte Kabinen, alle mit eigenem Bad. Je nach Saison wird sie auch auf der Route Livorno–Olbia eingesetzt.
Moby Orli: ein Schiff mit bewegter Vergangenheit
Die Moby Orli ist mit Baujahr 1986 deutlich älter und war zuvor unter mehreren anderen Namen unterwegs: Sie lief in Finnland vom Stapel, fuhr jahrelang als "Pride of Bilbao" zwischen England und Spanien über die raue Biskaya und zuletzt als "Princess Anastasia" auf der Ostsee. Erst 2022 kam sie zu Moby Lines und wurde in Messina überholt. Mit rund 177 Metern Länge, Platz für bis zu 2.500 Passagiere und etwa 580 Fahrzeugen ist sie ähnlich gross wie die Moby Aki, aber spürbar traditioneller im Innenausbau.
Was an Bord beider Schiffe wartet
- Kabinen: Von einfachen Innenkabinen bis zu Aussenkabinen – für die Nachtüberfahrt empfehlenswert, auch für kurze Strecken.
- Restaurants und Bars: Selbstbedienung und Bedienrestaurant sind auf beiden Schiffen vorhanden.
- Autodeck: Ausreichend Platz für PKW und die meisten Wohnmobil-Grössen.
Praktisch für die Reiseplanung
Für die Wahl der Überfahrt spielt es meist eine kleinere Rolle, welches der beiden Schiffe konkret fährt – beide bieten den gleichen Grundkomfort für eine Nachtüberfahrt. Wichtiger sind Abfahrtszeit, Kabinenkategorie und rechtzeitiges Einchecken am Autodeck, siehe unseren allgemeinen Artikel zu den Fährschiffen nach Sardinien.