Sardinien-BlogTipps & Ideen für die ganze Insel
Gläser mit dunkelrotem Likör
Kulinarik

Die besten Liköre Sardiniens

Kaum ein Getränk steht so sehr für Sardinien wie ein Digestif zum Abschluss des Essens. Drei Namen sollte man sich merken.

Mirto – der Likör der Insel

Mirto wird aus den Beeren oder Blättern der auf Sardinien wild wachsenden Myrtenpflanze hergestellt und gehört seit Generationen zu jedem festlichen Essen. Es gibt zwei Varianten: Mirto Rosso, der klassische rote Likör aus den dunklen Beeren, mit fruchtigen, leicht bitteren Aromen; und Mirto Bianco, eine hellere, mildere Variante aus jungen Trieben und Blättern. Kommerziell populär wurde Mirto vor allem durch den Tourismus-Boom an der Costa Smeralda ab den 1970er-Jahren.

Fil'e Ferru – der klare Schnaps

Ein traditioneller, kräftiger Traubenschnaps (vergleichbar mit Grappa), dessen Name auf den "Eisendraht" zurückgeht, mit dem während der Zeit der illegalen Hausbrennerei die vergrabenen Fässer markiert wurden. Deutlich schärfer und weniger süss als Mirto – eher etwas für Liebhaber von hochprozentigem Klarem.

Limoncino – die sardische Zitronenvariante

Die sardische Version des bekannten Limoncello, hergestellt aus den Schalen lokaler Zitronen. Süsser und leichter als Mirto oder Fil'e Ferru, meist gut gekühlt serviert.

Ein Digestif nach dem Essen ist auf Sardinien keine Ausnahme, sondern die Regel – viele Restaurants und Agriturismi servieren ihn automatisch zusammen mit der Rechnung.

Praktische Hinweise

Praktischer Tipp: Mirto schmeckt am besten gut gekühlt, fast eiskalt – viele Lokale bewahren die Flasche extra im Gefrierfach auf.