Die Riesen von Mont'e Prama
1974 stiess ein Bauer bei Cabras zufällig auf Steinfragmente unter seinem Feld – der Beginn einer der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen im westlichen Mittelmeerraum.
Der Zufallsfund
Bei Grabungen zwischen 1975 und 1979 kamen über 5000 Steinfragmente zutage. Erst eine aufwendige Restaurierung zwischen 2007 und 2011 machte daraus wieder zusammensetzbare Figuren: Am Ende liessen sich 28 monumentale Statuen rekonstruieren – Boxer, Bogenschützen und Krieger – sowie zahlreiche Nuraghen-Modelle.
Warum der Fund so bedeutend ist
Die Statuen, datiert auf etwa 900 bis 750 v. Chr., gelten als die ältesten bekannten grossformatigen Steinskulpturen im westlichen Mittelmeerraum – älter als vergleichbare griechische Kouroi-Statuen. Sie zeigen, dass die Nuraghenkultur zu monumentaler Steinbildhauerei fähig war, was Archäologen zuvor nicht erwartet hatten.
Ein Fund, der noch nicht abgeschlossen ist
Auch Jahrzehnte nach der Erstentdeckung werden bei weiteren Grabungen in der Region noch neue Fragmente gefunden – die Geschichte der Riesen von Mont'e Prama ist archäologisch weiterhin nicht vollständig geschrieben.