Launeddas: Sardiniens 3000 Jahre altes Instrument
Drei Schilfrohre, ein Mund, kein Atemzug Pause: Die Launeddas gehören zu den ältesten noch gespielten Blasinstrumenten Europas – und sind technisch bemerkenswert anspruchsvoll.
Aufbau des Instruments
Das Instrument besteht aus drei Schilfrohrpfeifen unterschiedlicher Länge: einer Bordunpfeife, die einen Dauerton hält, sowie zwei weiteren Pfeifen, auf denen die eigentliche Melodie in Terzen und Sexten gespielt wird – alle drei gleichzeitig, mit nur einem Mund.
Zirkularatmung als Schlüsseltechnik
Damit der Ton nie abreisst, wird mit Zirkularatmung gespielt: Die Wangen speichern Luft, während gleichzeitig durch die Nase eingeatmet wird – so entsteht ein ununterbrochener Klang, teils minutenlang ohne hörbare Pause.
Wo man sie heute noch hört
Launeddas begleiten bis heute religiöse Prozessionen und traditionelle Tänze ("su ballu") auf der Insel, vor allem im Süden Sardiniens. Bei Dorffesten im Landesinneren stehen die Chancen am besten, sie live zu erleben.