Wildcamping auf Sardinien: Ist es legal?
Die kurze Antwort: nein. Wildcamping ist auf Sardinien wie in ganz Italien verboten – und die Insel gehört zu den Regionen, in denen dieses Verbot besonders konsequent durchgesetzt wird.
Die Rechtslage
Übernachten in Zelt, Wohnmobil oder unter freiem Himmel auf öffentlichem Grund – Strände, Wälder, Nationalparks oder Strassenränder – ist grundsätzlich untersagt. Verstösse können mit Bussgeldern geahndet werden.
Warum Sardinien besonders streng ist
Im Sommer kontrollieren Küstenwache und lokale Polizei die Strände und Küstenstrassen gezielt, und viele Gemeinden erlassen zusätzliche lokale Verbote gegen Übernachtungen in Camper oder Zelt in Küstennähe.
Gut zu wissen: Im Landesinneren, etwa in der Barbagia oder im Gennargentu-Gebirge, wird deutlich weniger kontrolliert, besonders in der Nebensaison (Mai, Juni, September, Oktober) – ein diskreter Zwischenstopp wird dort eher toleriert als an der Küste.
An der Küste wird kontrolliert, im Landesinneren eher toleriert – Sardinien ist dabei keineswegs einheitlich.
Legale Alternativen
- Reguläre Campingplätze: Rund 65 bis 70 registrierte Plätze decken die wichtigsten Küstenregionen und einige Standorte im Landesinneren ab.
- Aree di sosta: Offizielle Wohnmobil-Stellplätze, oft einfacher und günstiger als klassische Campingplätze, aber ohne Zeltmöglichkeit.
- Übernachtung auf Privatgrund: Mit ausdrücklicher Erlaubnis des Eigentümers grundsätzlich möglich.