Autofahren auf Sardinien: Verkehr, Strassen & Mietwagen-Tipps
Ohne eigenes Auto oder Mietwagen kommt man auf Sardinien nur schwer voran – der öffentliche Verkehr abseits der grösseren Städte ist dünn. Ein paar Dinge, die man vor der ersten Fahrt wissen sollte.
Fahrzeiten werden leicht unterschätzt
Auf der Karte wirkt Sardinien kompakt – in der Realität sind viele Küstenstrassen kurvig und schmal, Dörfer verlangsamen den Verkehr zusätzlich. Für 100 Kilometer sollte man ausserhalb der Schnellstrasse SS131 eher mit 1,5 bis 2 Stunden rechnen als mit einer Stunde.
Die SS131 als Rückgrat der Insel
Die "Carlo Felice" (SS131) verbindet als einzige durchgehende Schnellstrasse Cagliari im Süden mit Sassari/Porto Torres im Norden und ist meist die schnellste Verbindung zwischen den grossen Städten. Abseits davon sind viele Strassen einspurig pro Richtung, kurvenreich und ohne Mittelstreifen.
Praktische Hinweise für den Mietwagen
- Keine Mautstrassen: Sardinien hat (anders als das italienische Festland) keine gebührenpflichtigen Autobahnen.
- Kleine Autos bevorzugen: In engen Altstadtgassen und auf schmalen Landstrassen zahlt sich ein kompakter Mietwagen aus.
- Tempolimits konsequent beachten: Blitzer sind verbreitet, gerade bei Ortsdurchfahrten.
- Tanken planen: Im Landesinneren und ausserhalb der Hauptorte sind Tankstellen dünner gesät, viele schliessen mittags oder am Sonntag.
- Wildwechsel möglich: Besonders in der Dämmerung können Wildschweine Strassen queren (siehe unseren Artikel dazu).
Ohne eigenes Auto unterwegs
Zwischen den grösseren Städten verkehren Überlandbusse (ARST), die Küstenorte in der Hochsaison teils häufiger anfahren. Für flexible Erkundungstouren an Strände und Ausflugsziele im Hinterland bleibt ein Mietwagen aber meist die deutlich praktischere Wahl.