Sardinien-BlogTipps & Ideen für die ganze Insel
Kitesurfer springt über türkisfarbenes Wasser
Ausflüge

Isola dei Gabbiani: Kite- & Windsurf-Paradies bei Palau

Bei Porto Pollo, nahe Palau im Nordosten, liegt eine schmale Halbinsel, die zu den besten Kite- und Windsurf-Spots Europas zählt – mit zwei völlig unterschiedlichen Buchten auf engstem Raum.

Eine Landzunge, zwei Buchten

Offiziell heisst der Ort L'Isuledda, bekannt ist er aber vor allem als "Isola dei Gabbiani" (Möweninsel). Ein schmaler Sandisthmus verbindet die kleine Halbinsel mit dem Festland und teilt dabei zwei Buchten mit gegensätzlichem Charakter: Die Baia di Ponente liegt im Wind und hat entsprechend Welle und Chop, die Baia di Levante bei Porto Pollo liegt im Windschatten und bietet nahezu spiegelglattes Flachwasser. Anfänger und Freestyler bleiben auf der einen Seite, Wellenreiter wechseln einfach zur anderen – ein Grund, warum der Spot international so geschätzt wird.

Warum gerade hier so viel Wind steht

Die Lage direkt an der Straße von Bonifacio sorgt für zuverlässigen thermischen Wind und Mistral, der ungehindert über die Bucht fegt. Die besten Monate für Kite- und Windsurf-Ferien sind Mai, Juni, September und Oktober – dann ist der Wind konstant und die Strände sind deutlich leerer als im Hochsommer.

Zwei Buchten, ein Isthmus: Flachwasser zum Üben und Welle zum Springen liegen hier nur wenige Gehminuten auseinander.

Camping direkt am Spot

Wer nicht jeden Tag anreisen will, campt am besten direkt vor Ort: Der Campingplatz und das Village "Isola dei Gabbiani" liegen unmittelbar an der Landzunge, mit rund 140 Stellplätzen, Stromanschluss und WLAN, wahlweise auf dem klassischen Zeltplatz oder in Bungalows mit Meerblick. Damit lässt sich der Urlaub fast komplett auf das Material und den Wind konzentrieren, ohne lange Anfahrtswege zum Strand. Mehr zu Campingmöglichkeiten in dieser Ecke der Insel auch in unserem Artikel zu La Maddalena, das von Palau aus in wenigen Fährminuten erreichbar ist.

Für wen sich der Ausflug lohnt

Auch ohne eigenes Material ist die Gegend einen Besuch wert: Mehrere Kite- und Windsurfschulen direkt am Spot bieten Kurse und Materialverleih an, und vom Strand aus lässt sich dem bunten Treiben auf dem Wasser einfach zuschauen. Ein Postkarten-Blick auf das La-Maddalena-Archipel im Hintergrund gibt es gratis dazu.

Gut zu wissen: Wer selbst kiten oder windsurfen möchte, sollte in der Hauptsaison (Juli/August) mit deutlich mehr Betrieb auf dem Wasser rechnen – die Nebensaison-Monate bieten mehr Platz und oft konstanteren Wind.